SupermotosSupermotos haben ihren Ursprung in Motocross- und Enduro-Motorädern. Die Supermotos unterscheiden sich heute aber stark von den Crossern, durch kürzere Federn, kleine Straßenreifen, straffer abgestimmte Fahrwerke und verwindungssteifere Rahmenkonzepte. Neben dem Begriff Supermoto ist auch Begriff Supermotard für die Bike-Klasse üblich. In den 1980er Jahren begann die erste Epoche der Supermotos in Europa, die vor allem in Frankreich durch die Stuntfahrer-Szene geprägt wurde. Den Ursprung haben die Bikes wahrscheinlich in US-amerikanischen Rennserien in den 1970er Jahren, wo man auf Asphalt und Gelände kombiniert fahren musste. In den 1990er begannen einige Hersteller sich dem neuen Motorrad-Marktsegment zu öffnen. Der österreichische Motorradhersteller KTM brachte im Jahr 1994 die KTM Duke auf den Markt. Die Maschine setzte Maßstäbe in der Szene und wurde über 20.000-mal verkauft. Nach der Duke II kam die Duke III im Jahr 2008 auf den Markt. Die 990 Super-Duke-Modelle kamen ab 2005 auf den Motorradmarkt. Gerade auch durch den Supermoto-Rennsport hat sich das Motorradsegment dynamisch entwickelt. Es gibt neben KTM heute zahlreiche Motorradhersteller wie Suzuki, Yamaha, Honda, Aprilia oder der schwedische Motorradhersteller Husqvarna, die Supermoto-Modelle anbieten. Auch der deutsche Motorradhersteller BMW bietet Supermotos an, wie zum Beispiel Mega-Motos, die sehr leistungsstark sind. Straßenzugelassene Supermotos sind vor allem auf kurvige Landstraßen und auch Bergpässen sehr agil zu fahren. Vor allem auch als trendige und agile Stadtmotorräder werden die Bikes gerne gebraucht. Supermotos haben ihre feste Anhängerschaft vor allem auf Grund des leichten Handlings und den leistungsstarken Motoren, die viel Spaß beim Fahren bringen. Meist werden Einzylinder-Viertakt-Motoren verwendet, die wassergekühlt sind. Die Modelle haben einen Hubraum von 450 bis fast 1000 Kubikzentimeter. Für die hubraum-stärkeren Modelle werden meist Zweizylinder-Viertaktmotoren verwendet. Typisch für die Bikes sind vor allem auch die kleinen Straßenreifen mit 17-Zoll-Felgen. Was die Supermotos auch ausmacht sind die leistungsstarken Bremsanlagen. Der internationale Supermoto-Sport hat heute eine große Anhängerschaft. Gefahren wird in Deutschland vor allem auf Kartbahnen. Es sind zahlreiche Rennserien entstanden, zum Beispiel der KTM-Markencup zur Nachwuchsförderung. Auch der ADAC ist zu einer der treibenden Kräfte im Supermoto-Sport geworden und veranstaltet zahlreiche Rennen. Die FIM-Supermoto-WM findet in zwei Klassen statt: S 1 bis 450 cm³ und S 2 ab 475 cm³. Es gibt auch eine Europameisterschaft und nationale Meisterschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Rennsport bei den Supermotos ist immer schneller und beliebter geworden. Zum markanten Zeichen der Rennfahrer gehören immer noch die Motocross-Helme, die auf die Geschichte der Supermotos hinweisen. Informationen zu den Rennen bekommt man zum Beispiel auf den Seiten der Hersteller, den Seiten des ADAC, oder der offiziellen Seite der FIM Supermoto World Championship. Inzwischen gibt es auch spezialisierte Internetseiten zum Supermoto-Sport. |
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