SuperbikesSuperbikes gehören heute bei den renommierten Motorradherstellern zu den erfolgreichen Modellreihen und sind fester Bestandteil des Motorradmarktes. Superbikes werden Motorräder genannt, die meistens (aber nicht zwingend) über 1.000 cm³ haben und sich im Fahrverhalten und der Leistungsentfaltung an Rennmotorrädern orientieren. Der Durchbruch für die Superbikes kam in den 1970er Jahren mit der legendären Kawasaki 900 Z1 super4, die damals einen Hubraum von 930 cm³ hatte und 82 PS aufwies. Durch den Erfolg des Modells stellten auch andere Hersteller großvolumige Vierzylinder-Maschinen her. Es folgte ein Wettrüsten der japanischen Hersteller um diese Motorradmarkt-Nische. Durch die Einführung der FIM-Superbike-Weltmeisterschaft, seit Ende der 1980er Jahre, wurde der Begriff Superbike salonfähig und ein wichtiges und imageträchtiges Marktsegment bei den Sportlern. Superbikes haben heute alle großen japanischen Hersteller wie Honda, Kawasaki, Suzuki oder Yamaha im Angebot. Auch die italienischen Hersteller wie Aprilia, MV Augusta oder Ducati bieten modernste Superbikes an. Gerade Ducati, mit Firmensitz in Bologna, ist bei den Superbikes sehr umtriebig. Ducati engagiert sich auch stark in der Moto-GP und der Superbike-Weltmeisterschaft. Durch den Rennsport haben Ducati und andere renommierte Motorradhersteller viele Innovationen aus dem Straßenrennsport in die Serienbikes einfließen lassen. Ein Beispiel hierfür ist die straßenzugelassene Replik der Ducati-Moto-GP- Werksmaschine Desmosedici - das Superbike Desmosedici RR. In der FIM-Superbike-Weltmeisterschaft ist auch der Münchner Automobil- und Motorradhersteller BMW heute stark engagiert. BMW blickt auf eine lange Motorradrennsport-Geschichte zurück, die in den letzten Jahren wieder stärker belebt wurde. Durch das Engagement in der Königsklasse der Serienbikes will BMW verstärkt auch Innovationen in die Serien-Superbikes einfließen lassen und vor allem wieder die erfolgreiche Rennsportgeschichte aufleben lassen. Mit dem Superbike-Serienmotorrad BMW S 1000 RR, mit Vierzylinder-Reihenmotor und über 200 PS, ist dem Münchener Konzern der große Wurf bei den Superbikes gelungen. Zu den traditionsreichen italienischen Firmen, die eine lange und erfolgreiche Motorsport-Geschichte haben, gehört auch der lombardische Motorradhersteller MV Augusta. Im Jahr 1997 stellte das italienische Traditionsunternehmen das Superbike-Erfolgsmodell MV Agusta F4 vor und kam so wieder verstärkt in den Fokus der Superbike-Fangemeinde. Das Design der F4 stammt von dem bekannten italienischen Konstrukteur Massimo Tamburini. Die F4 Tamburini, in den traditionellen MV-Augusta-Farben Rot und Silber, trägt bis heute seinen Namen. Im Jahr 2008 übernahm Harley-Davidson die MV Agusta Group vollständig und will den Mythos der Marke wieder aufleben lassen. |
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