MotorrollerIn den letzten Jahren hat ein wahrer Roller-Boom eingesetzt. Roller-Fahren ist zum Mega-Trend geworden. Im Jahr 2008 stiegen zum Beispiel die Neuzulassungen von Leichtkraftrollern um 55 Prozent, laut dem Industrie Verband Motorrad Deutschland. Der Roller, der früher vor allem in den südlichen Metropolen zum normalen Verkehrsbild gehörte, ist heute auch in Deutschland maßenpopulär angekommen. Es gibt einen riesigen Motorradmarkt für Motorroller. Neben den Motorradgeschäften haben auch viele Fahrradgeschäfte und Supermärkte Motoroller im Angebot. Vor allem Motoroller bis 125 Kubikzentimeter sind im Roller-Markt stark nachgefragt. Ein Argument für die Roller ist vor allem der geringe Spritverbrauch. Die meisten Modelle verbrauchen zwei bis fünf Liter Super. Mit den 125er Rollern kann man auch akzeptable Geschwindigkeiten auf der Landstraße erreichen. Vor allem kann man mit den modernen Flitzern leicht einen Parkplatz in den Innenstädten bekommen und schnelle Erledigungen machen. Der Faktor Mobilität ist gerade in den Großstädten einer der Hauptkauffaktoren beim Roller-Kauf. In vielen Supermärten bekommt man heute günstige China-Roller zwischen 800 und 1.200 Euro. Die Scooter mit 50 Kubikzentimeter haben zwar keinen großen Qualitätsanspruch, sind aber häufig für die Stadttouren ausreichend. Die meisten Roller sind heute Zweitakter. Die Fahrerlaubnis bei den Rollern wird nach der Höchstgeschwindigkeit bemessen. Der Trend zu modernen Viertaktern bei den Rollern ist in vielen Ländern im Gange. Heute bietet zum Beispiel die Firma e-max sparsame und saubere Elektro-Roller an. E-Scooter sind vor allem in China sehr populär, da die Modelle dort als Fahrräder gelten. In Bezug auf die Verkehrssicherheit der Modelle aus China sollte man sich beim Händler genau erkundigen. Mit Motorrollern verbindet man immer noch italienische Vespa. Vespa-Fahren ist bis heute Kult. Die erste Vespa der toskanischen Firma Piaggio kam im Jahr 1946 auf den Markt und hieß damals noch Paperino. Maßgeblich an der Entwicklung der Vespa war der italienischen Ingenieur Corradino D'Ascanio beteiligt, der im Jahr 1981 in Pisa starb. Viele der Motoroller, die bis heute noch produziert werden, haben Kultstatus. Teure Liebhaberpreise, wie für die Vespa SS 90, werden heute bezahlt. Der führende Hersteller von Motorollern in Europa, Piaggio, bietet heute in bewährter Tradition die neuen Vespa-Modelle ebenso an, wie zum Beispiel auch Roller der sportlichen Marke Gilera. Piaggio hat heute rund 7.000 Mitarbeiter und ist ein Milliardenkonzern. Die italienische Motoroller-Firma stellte im Jahr 2006 den MP 3 vor. Einen Roller mit zwei Rädern vorne und einem Rad hinten. Das Modell hat einen zukunftsweisenden Konzeptansatz und setzt auf Fahrspaß und einem hohen Maß an Stabilität und Fahrsicherheit. Freunde der Vespa-Roller sind vor allem auch Anhänger des zeitlosen Designs und der meist günstigen Ersatzteile. Natürlich haben auch die japanischen Roller im Markt eine starke Position. Sie setzten vor allem mit sportlichen Konzepten auf die jüngere Generation. Japanische Anbieter wie Yamaha setzen auch auf Maxi-Scooter der Premium-Klasse mit viel Fahr- und Reisekomfort. Dieser Roller-Modelle sind vor allem auch Freizeitmobile und ersetzen so manche Motorräder. Man hat bei den Luxusmodellen viel Leistung, Fahrkomfort, Gebäckkapazität und Wetterschutz. Größere Tanks lassen auch längere Reisen zu. Viele der Hersteller setzten heute bei den Premium-Modellen auf die Maxime: schneller, komfortabler und größer. Auch renommierte Autohersteller und Motorradhersteller wie BMW arbeiten an neuen Konzepten für die modernen Stadtvehikel. |
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