MotorradhelmeNach der europäischen ECE-Norm werden seit den 1990er Jahren die Helme geprüft und zugelassen. Die Norm für Motoradhelme beinhaltet zahlreihe wichtige Prüfungskriterien, die vor allem der Sicherheit dienen. Zu den Kriterien zählen unter anderem, die Materialien zur Dämpfungsschale, die Stoffdämpferwerte, die Sicherheitsfaktoren bei Kinnriemen oder die Eigenschaften des Sichtfeldes und des Visiers. Nach den ECE-Prüfungskriterien von ECE-R 22.05, wurden neue zusätzliche Prüfungsrichtlinien eingeführt, die höhere Sicherheitsreserven beinhalten. Ein Teil betrifft die Prüfung der Kinnteile, in Bezug auf die Dämpfung. Auch Messungen zur Rotationsbeschleunigung werden durchgeführt. Visiere sollen nach der europäischen Helmmaßgabe weniger als 20 Prozent getönt sein. Bei modernen Motorradschutzhelmen spielt die Außenschale eine besondere Rolle, die bei einem Sturz die Krafteinwirkung in Verformungsenergie umwandelt. Moderne Helme werden heute bei einem gravierenden Sturz in der Gesamtheit der Schale betroffen, um die Verformungsenergie optimal umzusetzen. Die Helme sollten deshalb generell nach einem Sturz ausgewechselt werden. Der Markt an Motorradhelmen ist heute größer den je. Durchgesetzt haben sich vor allem die Integralhelme mit einer festen Kinnform und einem Klappvisier. Diese Helme gibt es heute in allen Preislagen, auch wenn Helme zwischen 200-500 Euro häufig gekauft werden. Es gibt nach Tests aber auch zahlreiche Integralhelme, die gute Noten bekamen, obwohl sie sich deutlich unter der populären Preiskategorie bewegen. Integralhelme müssen heute auch Faktoren wie die Aerodynamik, der Geräuschentwicklung, der Funktionalität und des Designs würdigen. So unterschiedlich die Preise sind, so unterschiedlich ist auch das Gewicht der Helme. Heute liegen leichte Helme mit neuen Verbundstoffen wie Kohlefasern im Trend. Bei den Visieren spielen die optischen Faktoren ebenso eine Rolle wie die Kratzfestigkeit. Doppelscheibenkonstruktionen würdigen die Anforderungen an die Beschlagbeständigkeit, die einen wichtigen Schutzfaktor darstellt. Bei Motorradhelmen spielen auch Kauffaktoren wie die Belüftung oder des Innenfutters eine Rolle. Viele Helmanbieter bieten herausnehmbares oder verstellbares Futter in ihren Produktlinien an. Antibakterielle und antiallergische Innenfutter werden heute ebenso angeboten wie Velour. Gerade bei Tourenhelmen spielt auch die Unterhaltung eine wichtige Rolle. Bluetooth-Head-Sets und anderes Zubehör gehören heute auch in Bereiche der multimedialen Motorradkommunikation. Die Funktionalität der Helme stellt heute ein wichtiges Kriterium dar. Beliebt sind heute vor allem Helme, die sich als Klapphelme auch zum Cruisen in der Stadt eignen. Vor allem Brillenträger nutzen die Klapphelme. Komfort und Sicherheit werden so als Kauffaktoren bei den Klapphelmen zusammen gewürdigt. Einen festen Marktanteil haben auch die Motocross/Enduro-Helme, die sich mit Motorradbrillen für den Querfeldeinsport eignen. Gerade auch Tourenfahrer, die auf abgelegenen Schotterstrecken fahren, bevorzugen die Helme, die vor allem auch viel Kühlung bieten. Eine breite Anhängeschaft haben auch die Jet-Helme, die vor allem von Rollerfahrern gerne in der Stadt benutzt werden. Den Kinnriemen sollte man immer gut angelegt lassen, damit der Helm auch seine Schutzwirkung erfüllt. Die Chopper-Helme sind ebenfalls sehr nachgefragt, erfüllen aber nicht die modernen Sicherheitskriterien. Die Lebensdauer von Helmen hängt von den verwendeten Materialien und der Nutzung ab, aber auch nicht benutzte Helme können normalen einer Materialalterung unterliegen. Man sollte Motorradhelme etwa alle fünf bis sieben Jahre ersetzen. |
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