ChopperChopper haben klassische Stilmerkmale, wie die lange und flachangestellte Vorderradgabel, den hohen Lenker, oder die vorverlegte Fußrastenanlage. Die lange Gabel war an die US-amerikanischen Drag-Racing-Motorrädern angelehnt und brachte vor allem in Verbindung mit dem langen Radstand ein gutes Geradeausfahrverhalten bei hohen Geschwindigkeiten. Ursprünglich nannte man Chopper Motorräder, bei denen die Besitzer alles Überflüssige abbauten und so den Bikes einen individuellen Look gaben. Auch sollte die Geschwindigkeit mit den Abbauten erhöht werden. Zu den verschiedenen Stilrichtung bei Choppern gehörte seit den 1980er Jahren zum Beispiel der Low Rider, mit einem sehr langen und flachen Look oder der Bobber, der ursprünglich in Anlehnung an die amerikanischen Rennmaschinen seit den 1940er Jahren gebaut wurde. Bobber haben ein typisches Design und sind vor allem leichter und leistungsstärker gebaut. Der Begriff Schwedenchopper steht vor allem für sehr radikale und puristische Stilrichtungen. Andere Formen wie Softchopper oder Cruiser haben sich seit den 1990er Jahren etabliert. Vor allem die japanischen Motorradhersteller setzten in den Chopper-Anfängen auf Softchopper, bei denen normale Serienmotorräder mit Chopper-Anbauteilen verbaut wurden. Für den sehr komfortablen Fahrbetrieb sind vor allem Cruiser beliebt, die meist klassische Chopper-Merkmale aufweisen. In den letzten Jahren sind vor allem die Custombikes überaus beliebt geworden (s. Custombike). Durch den Film Easy Rider wurde der Chopper-Kult maßgebend ab den 1970er Jahren geprägt. Ab Mitte der 1980er Jahre wurden Chopper immer mehr zu Mainstream-Motorrädern. Die Chopper-Welle hat bis heute den Motorradmarkt dynamisch wachsen lassen. Vor allem Harley Davidson hat den Chopper-Boom seit den 1980er Jahren geprägt. Im Jahr 1984 brachte Harley Davidson den Evolution-Motor erstmals auf den Markt und auch das Softtail-Fahrwerk wurde zum Chopper-Kult. Durch den US-Hersteller wurden die ersten Factory-Custombikes auf den Markt gebracht. Bis heute assoziiert man den Begriff Chopper mit dem US-amerikanischen Motorradhersteller aus Milwaukee. Im Jahr 2003 feierte Harley Davidson auf diversen Events sein 100-jähriges Jubiläum. Auch die ersten japanischen Serienmotorräder im neuen Chopper-Design wurden in den 1980er Jahren auf den Markt gebracht. Zu den japanischen Serienmotorrädern im Chopper-Look gehörten Ende der 1980er Jahre zum Beispiel die Honda Shadow VT 600 oder die Suzuki LS 650 Savage. Chopper-Fahren ist immer schon ein eigener Lifestyle gewesen, der vor allem mit Begrifflichkeiten wie Freiheit oder Individualität assoziiert wurde. Die Motorradhersteller bieten heute eine breite Produktpallette an Choppern für alle Zielgruppen an. Das individuelle Umbauen der Chopper hat immer noch einen überragenden Charakter in der Szene, auch wenn die Hersteller in Bezug auf die Serienausstattung kaum mehr Wünsche offenlassen. Der Markt an Zubehörs für Chopper ist heute riesig. |
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